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Stanislav
Streda, 13. novembra 2019
Ein Land - zwei Systeme
Dátum pridania: 30.11.2002 Oznámkuj: 12345
Autor referátu: neuvedeny
 
Jazyk: Nemčina Počet slov: 476
Referát vhodný pre: Stredná odborná škola Počet A4: 2
Priemerná známka: 2.99 Rýchle čítanie: 3m 20s
Pomalé čítanie: 5m 0s
 
Die gängigste Gegenüberstellung der Wirtschaftssysteme Ost- und Westdeutschlands lautet: Planwirtschaft - Marktwirtschaft. Das ist allerdings stark vereinfachend und nicht vollkommen richtig. | Die DDR konnte nämlich ohne marktwirtschaftliche Instrumente wie Zins, Gewinn und verschiedener Steuerformen ihre sogenannte Planwirtschaft nicht handhaben. Das wollte man in der DDR-Führung oft nicht wahrhaben, und es hat immer wieder sogenannte ideologische Auseinandersetzungen mit verschiedenen Ökonomen gegeben, die stärker marktwirtschaftliche Instrumente in der Planung anwenden wollten. | In der Bundesrepublik hingegen existiert eine Marktwirtschaft mit verschiedenen Planungsformen. So wird z.B. als ein wichtiges Planungsinstrument der Leitzins genutzt, mit dem der Staat über die Bundesbank konjunkturell eingreift. Dem zur Seite stehen eine Reihe wichtiger vom Staat über den Bundesminister für Finanzen im Sinne einer “Planung” handzuhabender finanzieller Instrumente. Außerdem verfügen große Konzerne, deren Wirkungsbereich fast der gesamten früheren Volkswirtschaft der DDR entspricht, über große Planungsabteilungen. | Wesentlich waren vor allem die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse. In der Bundesrepublik dominiert seit jeher das privatwirtschaftliche Eigentum an Grund und Boden, Banken, Fabriken, wenngleich es auch Staatseigentum gibt wie Bundesbahn, teilweise VW, bis vor kurzem Post, Lufthansa u.a. Aufgrund der Monopolstellung einzelner Unternehmen - Bsp. Post, Bahn - ist die Wirkung marktwirtschaftlicher Instrumente stark eingeschränkt, was teilweise sogar gesetzlich fixiert ist - Bsp. Beförderungsmonopol der Post. | In der DDR gab es sogenanntes Vokseigentum, das aber eigentlich nur Staatseigentum war. Offizielle Version war die Gleichsetzung von Volksinteressen mit denen des Staates, was nicht stimmen konnte, weil die Interessen des Einzelnen völlig unzureichend berücksichtigt wurden. Der Einzelne hat dann ein Interesse an der Arbeit, wenn es ihm etwas bringt. Das ist auch heute nicht anders, und die Praxis zeigt, daß beispielsweise zu hohe (progressiv steigende) Steuern initiativbremsend wirken. Die DDR hatte ein Wirtschaftsmodell der UdSSR übernommen oder übernehmen müssen, das in einem entwickelten Land nicht funktionieren kann, weil die staatliche Planung nicht das Wirken bestimmter sich selbst regulierender Instrumente ersetzen kann.
 
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